Ein Bericht von Steve Steinchen

Für viele begann das Wochenende der Rabensteiner Bogenjagd 2026 des Bogensportclubs
Chemnitz-Rabenstein e.V. bereits Wochen vor der Veranstaltung. Neben den vielen fleißigen
Helfern des Aufbautrupps, der Planung des Turniers und für den Parcoursaufbau und der
eifrigen Verpflegungscrew des Catering, ging es auch für zwei Kampfrichter in Ausbildung
schon früh los mit den Vorbereitungen. Da wurde die Wettkampfordnung des DBSV für 3D
Wald- und Jagdrunde zur abendlichen Lektüre, um auch einen fairen, sicheren und möglichst
reibungslosen Ablauf für das Turnier zu ermöglichen und auch unsere praktische Prüfung für
das Wochenende zunächst auf feste theoretische Füße zu stellen.
Diese Theorie wurde dann auch schon am Freitag vor dem Turnier in die praktische Tat
umgesetzt, als mit dem Parcoursbauer und leitenden Kampfrichter Peter und Stefan aus der
Aufbautruppe durch die einzelnen Stationen gegangen wurde, um die Entfernungen für die
jeweiligen Bogenklassen mittels farblichem Pflock zu markieren. Bei herrlichem
Sonnenschein ging es los und in den etwa 5 Stunden „Spaziergang“ wurden die Kategorien 1-
4 der 3D-Tiere auf regelkonforme Platzierung und sichere Schießkorridore geprüft und die
Entfernung festgelegt. Auch mussten die Wege markiert werden, damit sich keiner der
Teilnehmer verläuft und die Hinweistafeln aufgehängt werden, welche die übrigen
Waldbesucher auf unser Treiben aufmerksam machen sollte. Als Ziel sollte ein ausgewogener
Parcours entstehen, der die neuen Teilnehmer begeistern und die „alten Hasen“ fordern
sollte und auch das alle wieder zurück zur Startstation finden würden. Am Ende waren die 28
Stationen bereit für den nächsten Turniertag.


Am Samstag um 6 Uhr traf man sich wieder am alten Kino und nun sollte nochmal der
Parcours begangen werden. Zum Glück war in der Nacht nichts weg gekommen und so
konnte das Turnier beginnen. Für uns Anwärter war die erste Station der Bereich, in dem wir
das Einschießen leiten sollten. Ab 7:30 Uhr kamen die ersten Schützen und während der
ersten Stunde wurde mancher Pfeil beschleunigt, um warm zu werden. Bereits hier gab es
schon mal einen Pfeil, der am Ziel vorbei flog, aber meist war die Suche danach erfolgreich.
Nach der anschließenden Begrüßung erfolgte der Startschuss für das Turnier um 9:05 Uhr.
Hier gab es an der ersten Station erste Fagen zum korrekten Ablauf und Wertung der
erzielten Ergebnisse, welche wir der WKO entsprechend beantworten sollten. Im Laufe des
Tages begleiteten wir verschiedene Gruppen im Turnier. Dabei wurde nicht nur ernst blickend
die Ordnung im Wettkampfablauf bewertet oder auch mal eine Diskussionen geschlichtet,
sondern man scherzte und sprach auch mit vielen Schützen über unser aller lieb gewonnenes
Hobby. Wir selbst standen natürlich auch im Rahmen unserer Prüfung unter Beobachtung
durch Peter und Andreas unseren Obmann, die uns auch unsere Fragen geduldig
beantworteten, wenn mal etwas nicht ganz klar war. Gegen 14:15 Uhr waren alle Gruppen
durch ihre Stationen gelaufen und somit die 3D-Runde für diesen Tag beendet, die
Ergebnisse aufgeschrieben und manches Ziel wurde im Nachhinein nochmal ausgewertet.
Nun ging es für uns nochmal los, denn für die Jagdrunde am kommenden Tag galt es die
einzelnen Stationen erneut zu bewerten und die Entfernungen neu auszumessen. Da bei derJagdrunde bereits der erste und einzige Pfeil zählt, sollten die Entfernungen ein wenig
angepasst werden. Manche Entfernungen wurden kürzer oder manche Pflöcke für die
Bogenklassen neu gruppiert und manche Stationen blieben auch unverändert. So kam es,
dass wir am Abend den Parcours 3 bis 4 mal abgelaufen waren und das machte sich mit
etwas schweren Beinen bemerkbar, die das Abschlussgetränk am Ende aber schnell
vergessen machte.


Am Sonntag ging es wieder früh raus in den Rabensteiner Wald. Dieses mal waren wir als
angehende Kampfrichter nicht bei der ersten Begehung dabei, jedoch bereiteten wir den
Einschießplatz vor, auf dem es 7:30 Uhr mit dem Aufwärmen der Schützen los gehen sollte.
Nach der Begrüßung ging es um 9 Uhr bei noch strahlendem Sonnenschein los mit der
Jagdrunde und auch wir begleiteten wieder manche Schützengruppe bei ihrem Treiben.
Wieder war die Stimmung gut und mancher freute sich mit dem einen Pfeil goldrichtig zu
liegen. Leider spielte das Wetter an diesem Tag nicht ganz mit, denn ab 12:15 Uhr kam eine
Unwetterfront über uns und somit wurde es nicht nur aus Sicht der Schützen etwas
angespannter, denn es war zu klären, ob alle Gruppen den Parcours abgeschlossen hatten
oder ob es eventuell Gruppen gab, welche man aus dem Wald holen müsste. Hier erhielten
wir freundliche Unterstützung durch die freiwillige Feuerwehr Rabenstein, die auch schon
über das restliche Turnier immer als potentielle Ersthelfer bereit standen. Gegen 13:30 Uhr
war das Unwetter vorüber und bei hervorragender Verpflegung am Cateringstand wurde auf
den Aushang der Ergebnisse gewartet. Am Ende unterstützten wir unseren Präsidenten
Stefan bei der Siegerehrung und konnten erschöpften, aber glücklichen Teilnehmern ihre
Medaillen und Urkunden überreichen, während die fleißigen Helfer der Aufbautruppe
bereits wieder draußen im Wald begannen den Parcours ab zu bauen. Zum Ende können wir
noch sagen, dass auch wir Grund zum Jubeln hatten, denn unsere praktische Prüfung haben
wir bestanden und somit einen weiteren Schritt auf unserem Weg zum Kampfrichter
gemeistert.










































