Ein Bericht von Michael Witschass
… (das ist ungarisch und heißt „danke“)
Es ist wohl das einzige ungarische Wort, dass ich in dieser Woche aktiv benutzt habe. Für die ungarische Sprache fehlt mir jeder Zugang. Dennoch sind wir, zu den World 3D Archery Championships 2026 nach Szilvásvárad in Ungarn gefahren. In den gleichen Ort an dem bereits im Juli die EBHC 2026 ausgerichtet wurde.
Die Ausrichter haben wieder das Reitstadion zum Mittelpunkt der Bogensportveranstaltung gemacht. Im Vergleich zum Juli waren die immer noch sommerlichen Temperaturen erträglich, so dass Wetter und Organisation einer Weltmeisterschaft gerecht wurden. Mit der für die Veranstaltung neu entwickelten App konnten die Teilnehmer nicht nur digital scoren (lassen) sondern sich auch über Parcourszuordnung, Gruppenzusammensetzung und Startzeiten informieren. Ab Tag 2 funktionierte sogar die Live-Verfolgung des Wettkampfes.


Fünf Parcours waren vorbereitet. Während der Startpunkt für den weißen, den orangen und den grünen Parcours wie bereits im Juli bei der EBHC zu Fuß erreicht werden konnte, wurden – für viele einzigartig – die Starter mit der Bahn zum Startpunkt des blauen bzw. violetten Parcours befördert. Fliegender Start bedeutete wieder unterschiedliche Startzeiten für die Teilnehmer auf den einzelnen Parcours. Für mich als Veteran immer zu recht angenehmen Zeiten im Verlauf des jeweiligen Vormittags, jüngere Teilnehmer konnten mitunter erst nach dem Mittag starten und hatten dann erst sehr viel später als wir Veteranen ihren Parcours absolviert.
Nach den drei ersten Wettkampftagen standen die Finalteilnehmer fest. Unter ihnen Conny Fink in der Klasse HU Adult Female.
Sie verteidigte im Finale ihren dritten Platz und kehrt als Bronzemedaillengewinnerin zurück nach Chemnitz. Die drei anderen „Rabensteiner“ Kati, Falk und Micha belegten in ihren Klassen die Plätze 13, 18 und 22. Mir wurde – wie allen anderen über 65-jährigen – eine bronzene Ehrenmedaille für die Teilnahme überreicht.

Noch am selben Abend haben wir uns für die kommende EM in Kroatien angemeldet und hoffen auf einen ebenso spannenden und erfolgreichen Wettkampf, wie es diese Weltmeisterschaft in Szilvásvárad für uns war. In diesem Sinne: Köszönöm.
