Recurve Blankbogen vs. Jagdrecurve – Zielen ohne Visier

Abgreifen heisst das Zauber- oder Hasswort in der Blankbogengilde (also ohne Visier). Wer abgreift, hat seine Hand (wie im Bild zu sehen) deutlich unter dem Pfeil. Der Abstand der Hand zum Pfeil dient als Visierersatz. Zum Einstieg sagen viele Schützen: Zwei fingerbreit unter dem Pfeil entspricht 30m, ein Finger sind 40m… (halt eine klassische Daumenregel).

Diese Grobeinteilung reicht den wenigsten Schützen der Deutschen Meisterschaften. Da werden dann schon einmal die Nähte des Fingerschutzes zum Messen herangezogen (also 3 Nahtstiche vs. 4 Stiche) um die Präzision zu erhöhen. Als Abgreifer ist man dann schon fast automatisch in der Blankbogenklasse gelandet. Der Hauptunterschied zur ähnlichen Jagdrecurveklasse besteht auch im Abgreifverbot beim Jagdbogen. Ob sich das auf die Genauigkeit auch auswirkt, zeigen uns dann morgen die Ergebnisse.

Compound Blankbogen – Chemnitzer mit Medaillenhoffnung

Nur wenige Schützen lassen sich zu einer kurzen Erklärung über ihren eigenen Erwartungen an den Wettkampf verleiten. Der meistgehörte Kommentar im Teilnehmerfeld kurz vor der Eröffnungsansprache war: “Spass haben und locker bleiben”.
Etwas mutiger geht Renaldo von den Chembows die Sache an: “Eine Medaille sollte es schon werden!”, verriet er uns beim Aufbau seiner Ausrüstung am Morgen.

Renaldos Sportgerät: ein hochmoderner Compoundbogen (Zuschauer sprechen von “Flaschenzugbögen”), der in dieser Disziplin ohne Zielhilfe geschossen wird. Wie das geht? Vielleicht verraten es Euch die Chemnitzer nach der DM einmal beim Training.