Bogenklassen

Eigentlich können bei uns alle Klassen geschossen werden. Da das Material für Einsteiger oft recht verwirrend ist, möchten wir im folgenden Teil die einzelnen Bögen etwas näher vorstellen.

Blankbögen

Alle Bögen ohne Visier gelten als Blankbogen und können bei Turnieren geschossen werden. Als sportlicher Höhepunkt dieser Bogenklasse gelten die World Games (Spiele für nichtolympische Disziplinen) mit den Wettkämpfen im Feldbogenschießen. Einige Verbände unterteilen diese Klasse womit folgende Wettkampfklassen zur Verfügung stehen und bei uns auch geschossen werden.

Primitivbogen

Einfachste meist auch selbstgebaute Bögen die ohne Hilfsmittel und mit Holzpfeilen geschossen werden. Das schießen mit dem Primitivbogen stellt die traditionellste Form des Bogensports dar. Da keine Visierhilfen erlaubt sind, erfordert die Beherrschung eines Primitivbogens viel Geduld beim Erlernen der Technik.

Langbogen

Abgeleitet vom Primitivbogen werden Langbögen heute neben Holz auch aus Kunststoffen gefertigt und besitzen neben einem Handgriff bereits ein Schussfenster zur Pfeilauflage. Wichtigstes Merkmal des Langbogens ist das Fehlen eines Recurves der Wurfarme was höhere Zuggewichte und mehr Kraft vom Schützen erfordert. Langbögen dürfen nach den Regeln aller Verbände nur mit Holzpfeilen geschossen werden und eine Hand muss beim Abschuss den Pfeil berühren.

Recurve – blank

Beliebte und günstige Einsteigerklasse. Recurvebogen werden in beliebiger Länge gebaut und müssen ohne Visiere oder Stabilisatoren geschossen werden. Beliebt sind in dieser Klasse das Abgreifen der Entfernungen auf der Sehne (Stringwalking) oder das Wandern der Zughand im Gesicht (Facewalking) zum Beherrschen unterschiedlicher Entfernungen.

Jagdbogen

Entspricht weitestgehend dem Recurve – blank darf aber nicht länger als 66 Zoll sein (Jagd im Wald). String- oder Facewalking sind verboten. Damit eignet sich diese Klasse besonders für Instiktschützen die das aktive Zielen auf unterschiedliche Entfernungen ablehnen und damit auch wesentlich schneller schießen können.

Reiterbogen

Sehr kurze geschwungene und traditionelle Bogenform die für den Einsatz auf Pferden geeignet ist (über der Schulter getragen). Der Reiterbogen wird meist instiktiv geschossen. Als Bogenklasse bei keinem Verband ausgeschrieben und gilt daher bei Wettkämpfen als Blankbogen im weitesten Sinne.

Compound – blank

Ohne Visier und Abschusshilfe (Release) geschossener Compoundbogen. Der Compound – blank ist lediglich bei Feldbogenturnieren des DSBV sowie bei allen Turnieren der IFAA (DFBV) als eigene Bogenklasse zugelassen. Bei allen anderen Wettkämpfen gilt er als klassischer Compound und muss gegen die Visierklasse bestehen.

Olympic Recurve

Falls Ihr beabsichtigt Euch für die Olympischen Spiele zu qualifizieren, geht das zur Zeit nur mit dieser Bogenklasse die daher wahrscheinlich auch die größte Verbreitung besitzt. Zum Einsatz kommen modernste Recurvebögen, die mit Stabilisatoren und Visieren auf höchste Präzision abgestimmt sind. Auf Grund seiner großen Verbreitung findet neben den Meisterschaften für diese Bogenklassen auch ein Ligabetrieb statt.

Compound

Jüngste und modernste Form des Bogensports. Hochtechnisierte Bögen werden unter Verwendung zahlreicher Hilfsmittel mit hoher Präzision geschossen. Eine Unterteilung in weitere Bogenklassen findet nur bei der IFAA (DFBV) sowie im Feldbogenbereich durch den DBSV statt.

Freestyle – unlimited

Hier ist der Name bereits Programm – erlaubt ist was Spaß macht.

Compound – limited

Verbot von Auslösehilfen (Release). Als Visier werden (beim DBSV) lediglich Jagdvisiere zugelassen. Die IFAA (DFBV) unterscheidet weitere Compoundklassen.

Armbrust (crossbow)

Früher Versuch einer Beherrschung höchster Zuggewichte (damit auch Schussweiten).