+++ Achtung +++ Dieser Beitrag ist am 1. April veröffentlicht worden. +++ Es handelt sich um einen nicht nur im Chemnitzer Raum verbreiteten Aprilscherz +++ Leute ohne Humor bitte nicht weiterlesen +++ Achtung +++ Es brauchen keine Steinzeitpfeile mitgebracht oder gekauft werden +++ Achtung +++
(aber auf vielfachen Wunsch ist der Beitrag jetzt wieder öffentlich)
Liebe Teilnehmer des Chemnitzer Bogenfrühlings,
Wir haben in den letzten Wochen lange mit der Verwaltung des Rabensteiner Stausees und dem Umweltamt gesprochen, um für folgendes Problem eine geeignete Lösung zu finden. Der letzte Bogenfrühling im Frühjahr 2010 hat im Stausee leider Spuren hinterlassen: Durch die im See hinterlassenen verschossenen Pfeilen hat sich einerseits der Eisengehalt des Wassers erhöht, sodass das Algenwachstum deutlich gehemmt wurde, was sich letztlich auf den gesamten Tierbestand des Stausees ausgewirkt hatte (Algen stehen sehr weit vorn in der Nahrungskette). Gravierender waren aber die 7 Meldungen, bei denen sich in der darauf folgenden Badesaison Gäste an den Pfeilen verletzt hatten. Bei den Verhandlungen waren wir uns daher einig: Das muss beim Chemnitzer Bogenfrühling 2012 unbedingt verhindert werden.

Eine Möglichkeit wäre es, auf die Ziele im und in Richtung Wasser ganz zu verzichten. Nach einer kleinen Meinungsumfrage in unserem Verein haben wir uns aber gegen diese Option entschieden: Gerade die Einbindung des Stausees ist es, die dieses Feld-Turnier so besonders macht.
Folglich müssen wir Maßnahmen ergreifen, die helfen, die Belastung des Wassers und die Verletzungsgefahr zu reduzieren. Das heißt für alle Ziele im und in Richtung Wasser: Kein Eisen, kein Plastik und keine umweltbelastenden Klebe- und Bindemittel. In der praktischen Umsetzung erfordern diese Auflagen Pfeile, die komplett aus Naturprodukten, also wiederverwendbaren Rohstoffen bestehen. In unseren Recherchen stimmen lediglich die Pfeile, die nach Vorbild der Steinzeit angefertigt wurden, damit überein. In Rücksprache mit dem DBSV und der IFAA sind diese Pfeile auch für die entsprechenden Vorbereitungsturniere zugelassen.
Woher bekommt man Steinzeitpfeile?
Die klassischen Steinzeitpfeile bestehen aus Holzschaft, Self-Nock, Echtfederbefiederung, Feuerstein-, Schiefer-, Knochen- oder entsprechend angespitzter Holzspitze und den entsprechenden natürlichen Klebstoffen, z.B. Birkenpech (der Einsatz handelsüblichen Klebers wurde wegen der Bindemittel und Weichmacher ebenfalls nicht gut geheißen). Um an solche Pfeile zu gelangen haben Sie zwei Möglichkeiten (zur Orientierung bezüglich der Menge: 2 Ziele werden sich direkt im Wasser, weitere 4 in Richtung Wasser befinden):
- Sie bringen die Pfeile selbst mit. Vielleicht kennen Sie einen Händler, der solche Pfeile anbietet, oder können sie selbst herstellen. Eine gute Anleitung finden Sie beispielsweise in diesem Video.
- Wir haben einen Anbieter gefunden, der uns termingerecht eine entsprechende Menge an Steinzeitpfeilen herstellen würde. Wir konnten einen Sonderpreis von 20€ pro Pfeil aushandeln, wenn wir mindestens 50 Pfeile abnehmen, ansonsten wären 25€ pro Pfeil fällig. Hierzu bitten wir um Vorbestellungen an admin@chembows.de bis 04.04.2012 um 12:00 Uhr.
Wir hoffen, dass wir es unter diesen Bedingungen schaffen, den Spaß eines naturnahen Turniers mit dem Umweltschutz entsprechend in Einklang zu bringen. Als Bogenschützen sind wir gerade in den Disziplinen Feld/3D geradezu verpflichtet, den Naturschutz zu wahren und ein positives Bild auch gegenüber den städtischen Einrichtungen zu hinterlassen. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis!

HINWEIS: Sollten Sie aufgrund fehlender Ausrüstung nicht die Ziele im und in Richtung Wasser schießen können bieten wir in Absprache mit dem DBSV für Tag 3+4 die Möglichkeit, auf Ersatzscheiben zu schießen. Die erreichte Ringzahl wird (der Fairness halber) um je 1 Punkt pro Schuss reduziert. Mit dem IFAA konnten wir leider keine derartige Einigung treffen: hier entfallen die Ringzahlen der nicht geschossenen Ziele.
Weitere Hinweise von Marc Schnau gibt es hier, darunter auch einen Link zu weiteren Bogen- und Pfeilbauvideos https://plus.google.com/u/0/101889696578499789127/posts/LjvaGPg7RJi
hm … ein wenig spät, diese info … und 20 – 25€ für einen pfeil, naja ich brauch ja wenigsten drei – macht 60€ bei eurem sparpreis. ich versteh die sorge wegen des umweltschutzes, aber konnte denn zweifelsfrei nachgewiesen werden das die letzte veranstaltung für die aufgetretenen probleme, bzgl des algenwachstums verantwortlich war; da müssen ja die pfeile nur so im wasser rumgeschwommen sein. immerhin seid ihr ja wohl nicht die einzigen die das areal benutzen. und was eure recherche betrifft, ich glaube auch die engländer im mittelalter hatten recht naturnahe materialen benutzt, denn eisen kommt nun mal in der natur auch als element vor. bei dem modernen kunststoff und klebern stimme ich euch natürlich hundertprozentig zu. die möglichkeit, das verschossenen material wieder einzusammeln habt ihr sicher mit in eure überlegungen einfließen lassen. und wie ist das mit den pfeilen die im wald und feld verloren gehen. theoretisch, wenn man konsequent wäre, müsste man auch dafür eine lösung finden. und mit der verletzungsgefahr, gut das ist so eine sache, wenn da so eine pfeilspitze im fuß steckt ist es schwer zu leugnen, das da die bogenschützen verantwortlich sind. nun ja, ich werd mal schauen, was ich da machen kann um entsprechende pfeile zu bekommen. … bis ostern dann. viel grüße jens
Einen dümmeren Scherz zum 1. April gibt es meines Wissen europaweit nicht!
Fröhliche Ostern
Och, da gibt es schon einige Konkurrenz http://www.sueddeutsche.de/panorama/nach-ruecktritt-von-christian-wulff-ehepaar-wulff-veroeffentlicht-memoiren-1.1323400 (wobei ich durch die Mehrfachmeldung nicht mehr ganz sicher bin, ob es nicht doch stimmt).
Natürlich war alles ein Aprilscherz, bitte das Pfeilebasteln einstellen und mit den letzten Trainingseinheiten weitermachen. Wir sehen uns am Stausee!
[...] Auf vielfachen Wunsch ist unser kleiner Aprilscherz wieder öffentlich. Ich hoffe, mit den kleinen Hinweisen wird er von niemanden mehr [...]
[...] Entsprechend froh war wohl jeder Schütze, der das Tier überhaupt traf. Einige Pfeile gingen daneben, manche auch ins Wasser. [...]